Zauberwort Authentizitaet?

Ich frage mich, ist es wirklich Authentizität, die uns ein Buch lieben oder hassen lässt?

Grade bei  Spiel der Tränen fällt mir auf, dass hauptsächlich Menschen, die ähnliche Erfahrungen wie die Protagonisten in Spiel der Tränen gemacht haben, loben. Menschen, die nicht immer Glück in der Liebe hatten und – im Gegenteil – die Liebe als eine miese Sache angesehen haben. Die Liebe gesehen haben als Etwas, das einen tief verletzen kann und der wir dennoch – oder vielleicht grade deswegen – so viel Bedeutung beimessen. Ja, Menschen, die sich mit der Geschichte verbunden fühlen, mit genau dieser Art von Liebe, die weinen viel, ihnen bricht das Herz entzwei. Und es mag für Außenstehende und auch für einen selber irgendwann lächerlich erscheinen. Doch das kann es nur mit einem gewissen Abstand dazu. Alle anderen, Leidensgenossen, wissen, wenn die Freundin, mit tränenverquollenen Augen und ununterbrochenem Schluchzen von ihrem Herzschmerz erzählt, wie weh das tut, wie schlimm das ist – und dass es viel mehr zerstört, als wir nach außen jemals zugeben würden.

Und wenn mich Menschen auch angreifen möchten, weil ich so dazu stehe: Eine solche Beziehung wie sie Spiel der Tränen erzählt, macht mehr kaputt als nur das Make-up, zerstört weit mehr als nur eine Beziehung zu einem Menschen, nämlich die zu einem selbst, die zu seinem Leben und all jenen, die nach dem einen wertvollen Menschen noch folgen werden.

Von Menschen, die diese Erfahrung niemals gemacht haben, lasse ich mir nicht sagen, wie schwer das Leben ist und nicht wie scheiße das ist, was ich schreibe. Denn meine Empfindungen haben eine Berechtigung, genau wie es meine Worte haben.

Aber ganz ehrlich: Wir, die diese Authentizität empfinden, die Liebe einmal mit allen Sinnen gespürt haben – und zwar so wie sie ist – nicht immer schön und rein – die wissen was ich meine, die zweifeln nicht an der Liebe der Protagonisten aus Spiel der Tränen. Sie verstehen. Und sie schweigen….

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PINOT PORNO POETRY 26. Juli 2014

Wir freuen uns auf den nächsten, hochkarätigen Event im SCHAUstudio! Am 26 Juli wird Autorin Katharina Göbel erotische Auszüge aus ihrem Roman “Spiel der Tränen” lesen – Ein aussergewöhnlicher Roman, der von einer Liebe erzählt, die gleichsam wunderbar wie auch unmöglich ist. Dennoch finden die Protagonisten Wege, die Magie ihrer Liebe zu bewahren. Eine Liebe, die von Machtspielen, die ein jeder Mensch mit sich selbst zu führen hat und einer Vergewaltigung, psychischer und physischer Art, gefährdet ist.

“PINOT PORNPOETRY” AM 26. JULI 2014 IM SCHAUSTUDIO

Es ist ein Roman, der von der wahren Liebe erzählt, ihrer Unberechenbarkeit. Vor allem aber ist es ein Roman der vor Sinnlichkeit prickelt. Genau wie der Pinot Sekt Brut aus dem Sekthaus Solter, der zum Empfang ab 19.00 Uhr gereicht wird. Bislang nur Insidern bekannt, zählen die Sekte aus der Sektkellerei Solter im Rheingauer Rüdesheim zu den besten in Deutschland. Ein prickelndes Geschmackserlebnis, das mit zwei auserwählten Pinots fortgeführt wird.

gefunden auf: http://schaustudio.de/pinot-porno-poetry/

Pinot Porno Poetry

pinot porno poetry Schaustudio

 

Das wird porno!!

Der Abend verspricht nicht nur eine erotische Lesung aus “Spiel der Tränen”, sondern auch verführerische Weine und aphrodisierende Canapées!

Nicht nur Poetry, sondern auch Porno. Die Fotografien der Foto-Reihe “In Koblenz Porno” werden zum ersten Mal der Öffentlichkeit präsentiert!

Eins kann ich verraten, sie sind heiß geworden!

Seid dabei:

PINOT PORNO POETRY

am 26. Juli 2014, 19 Uhr

im SCHAUstudio, Mehlgasse, 56068 Koblenz

Weibliches Verlangen

Was Spiel der Tränen thematisiert, ist doch mitunter auch das weibliche Verlangen, das uns die Gesellschaft “verbietet”. Sie hebt ihre Hand darauf, erhebt ihren drohenden Zeigefinger um Moral zu fordern – wo es sie nicht einzufordern gilt!

Oder?
Darf eine Frau nicht das gleiche sexuelle Verlangen haben wie es Männer haben dürfen?

SIE kommt nicht von ihm los, sie lässt sich von ihm verführen oder eher in Versuchung führen. Ob sie dies immerzu aus Liebe tut, ist für mich bedenklich. Vielleicht einfach nur aus Lust. Womöglich treibt sie pure Lust in seine Arme – und nicht mehr hinaus. In die kräftigen, starken, maskulinen Arme.

Darf SIE dieses Verlangen nicht haben? Ist es verboten? Ist es das, wenn man allein sich selbst damit Schaden zufügt? Wenn SIE die einzige ist, die genau weiß, wie schwer es jedes weitere Mal macht, von ihm loszukommen, sich dieser Erotik zu entreißen, ihr zu widerstehen. Widerstehen und sich fragen: Wofür? Ist die gesellschaftliche Unterdrückung, der Fingerzeig auf die Moral das wirklich Wert?

Erotische Literatur

Ist Koblenz der richtige Ort für erotische Literatur? Ist die gemütliche Stadt an Rhein und Mosel bereit dafür? Für Sex und Gewalt, für obszöne Worte und Verführungen, dem der brave Bürger zu widerstehen versucht?

Oder muss man dafür offene Menschen suchen, die man eher in den Großstädten Deutschlands findet als an einem Ort, der eher bekannt für Bürokratie als für sein Kulturleben ist?

 

 

Das wahre Abbild der Liebe – im Guten wie im Schlechten …

http://www.lovelybooks.de/autor/Katharina-G%C3%B6bel/Spiel-der-Tr%C3%A4nen-1054948807-w/rezension/1055021763/

Ich bin eigentlich kein Freund von Erzwungenen und in Glückseligkeit gepressten Liebesromanen.

Ich stehe einfach nicht darauf, wenn in Büchern oder Filmen, egal welcher Thematik, versucht wird mithilfe von eingefädelten Liebesgeschichten Sympathie für die Figuren oder das Herz des Betrachters, erreicht zu werden.

Aber vielleicht ist genau das der Grund, warum mit Spiel der Tränen gefallen hat.

Ich selbst hätte es mir wohl nie gekauft, wenn es mir nicht von jemandem empfohlen worden wäre, der meinen etwas eigenwilligen Geschmack, relativ genau kennt

Also kommen wir nun zum Buch.

Wie immer werde ich mich nicht auf die Handlung Einlassen um nichts vorwegzunehmen, und ich möchte mich auf zwei Herzstücke des Buches konzentrieren, welche mir beim Lesen besonders aufgefallen sind.

Spiel der Tränen, ist wie oben bereits erwähnt kein pseudoglückliches Abbild einer Romanze.

Es zeigt, wie die Liebe wirklich ist.

Sie kann stärken, wärmen, aber auch verletzten und frösteln. Katharina Göbel hat es in ihrem Roman geschafft die Vielseitigkeit, eines der Intensivsten der menschlichen Bedürfnisse darzustellen.

Aus Liebe lässt man über sich ergehen, nur um zu gefallen und zu behalten, was man hat.

Aus Angst vor dem Verlust verschenkt man beinahe seinen Körper und vergisst dabei nicht zu selten, was der eigentliche Antrieb für die Beziehung sein sollte.

Eifersucht, der krampfhafte Versuch zu vergessen und zu verarbeiten, was einmal gewesen war, sind auch nur wenige Aspekte, welche die Autorin sehr bildhaft und getreu dem Motto „Alleine zu Zweit“ darstellt.

Aber nicht nur den Schmerz und die Verlorenheit der eigenen Seele wird von der Autorin in ihrer Geschichte aufgegriffen.

Auch die Stärke, die man erlangt, die wohlige Zweisamkeit und der aufrichtige Wunsch, alles für seinen Partner zu geben sind Themen in diesem Verwirrspiel der Gefühle.

Wenn man sich diesen Roman so richtig nahegehen lassen möchte, kann ich eine musikalische Empfehlung aussprechen, die einem das Herz in Entzückung und Trauer beinahe zerreißen wird.

Besorgt euch das Album Elodia der Band Lacrimosa und ihr werdet sehen, dass Katharina Göbel mit ihrem Werk nicht die Einzige ist, die das Thema Liebe so realistisch in einer Geschichte mit von allen Seiten betrachtet anpackt.

Die zweite Besonderheit des Buches ist der Stil, mit dem die Geschichte ihren tragischen, aber auch hoffnungsvollen Verlauf nimmt.

Zu beginn – das gebe ich zu und mag für den einen oder anderen Leser auch ein wenig verstören sein – hatte ich ein paar Probleme mich zurechtzufinden in den Kapiteln, in ihren Szenenwechseln und Zeitsprüngen.

Immer wieder spring die Autorin in der Zeit, wechselt von Gedanken, zu Erinnerungen und zwischen den Figuren, die einfach nur Er und Sie genannt sind.

Den Trick, mich zurechtzufinden, war hinterher, mir die kleinen Datumsangaben zu merken, welche dezent oben in der Ecke des Buches stehen.

Dann findet man nach, einer weile den Zugang zum, doch recht außergewöhnlichen Stil der Geschichte.

Dass die Autorin ihre Protagonisten eigentlich nur als Er und Sie bezeichnet, ist ein sehr geschickter Zug.

Es bringt die Geschichte dem Leser noch näher und man kann sich weitaus besser mit den Figuren identifizieren, als wenn sie vollständig gezeichnete Individuen wären.

Das klingt nun vielleicht etwas negativ, ist es allerdings nicht.

Egal ob Mann oder Frau, Junge oder Mädchen – wer auch immer dieses Buch liest, es könnte seine, oder ihre Geschichte sein.

Ich stehe gar nicht auf Lovestorys, doch dieses Buch hat mich fasziniert, durch seine Ehrlichkeit, seine Härte und realistische Schönheit.

Denn die wahre Schönheit des Lebens und die wirkliche Romanze der Liebe, muss nicht gekünstelt aufgebauscht werden.

Ich schwanke zwischen 4 oder 5 Sternen, weil es eigentlich nicht mein Genre ist, aber weil ich es bis zum Ende, und zwar mit Freude gelesen habe, werde ich dem Buch einfach 5 Sterne geben.

Viel Spaß im Tal der Tränen – des Schmerzes und des Glücks.

 

Diese Rezension stammt von Sayumi Whisp, veröffentlicht auf lovelybooks.com

Liebe, Erotik und Schmerz

vereint die junge Koblenzerin in ihrem neuen Werk Spiel der Tränen.

Die Rede ist von Katharina Göbel.

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Gestern noch als zurückhaltende, höfliche Bedienung in der Vinothek Gavino kennen gelernt, wird  die 25-jährige Autorin am 9.September um 20.30 Uhr eine öffentliche  Lesung in der Gecko Lounge Koblenz halten und sich dort der Kritik des Koblenzer Nachtleben aussetzen.

Neugierig geworden? 

Appetit gibts hier , gegessen wird im Gecko !

Dieser Text vom Blog www.ecktoene.wordpress.com, danke Mona!

Spiel der Traenen – die Rolle der Frau

Ist sie wirklich abhängig von ihm, ist sie die Schwache in Spiel der Traenen, weil sie ihn bedingungslos liebt – oder aber hat sie die Macht über ihn, weil er genauso wenig von ihr loskommt, weil sie irgendwann dazulernt im Gegensatz zu ihm, und sie ihn schlussendlich “in der Hand hat”…?

Ist die Rolle von IHR übertragbar auf die Realität? Wie ist eure Meinung darüber?

Hintergruende

Was mir auf dem Herzen liegt: Die letzte Rezension, die über den Verlagsshop kam, hat mich zum Nachdenken bewogen. Mir lange den Kopf zerbrochen, wie ich diese Gedanken in die richtigen Worte fassen kann.

Spiel der Tränen, ein Liebesroman oder keiner? Ist es so beabsichtigt von der Autorin, dass es für viele keine ist, sondern allein eine Geschichte sexueller Abhängigkeit und “schwachen” Frauen, die sich die Gewalt ihres Partners gefallen lassen? Bist du ein Leser, der so denkt? Du wärst nicht der erste!

Doch möchte ich meine Hintergründe erklären, eine derartige Verbindung zwischen zwei Menschen in den Vordergrund zu stellen, eine solche Geschichte, als Liebesgeschichte bezeichnen zu wollen.

Es ist nicht zu bestreiten, dass es eine ganz andere, eine ungewöhnliche Liebesgeschichte ist. Doch Liebe zwischen zwei Menschen ist allzu oft von Schmerzen durchzogen. Würde ich nie Schmerz empfinden, nie enttäuscht und verletzt werden, würde ich denn dann wissen, ob es Liebe ist, was in meinem Herzen schlägt? Oder würde ich das Gefühl anders gar nicht deuten können?

Dort wo zu viel Gefühle sind, wo zu viel Liebe ist und Menschen sie anders empfinden, entstehen immer Wunden. Wer ein Buch voller Romantik sucht, ist mit Spiel der Tränen schlicht falsch bedient. Wer schon einmal aus tiefstem Herzen geliebt hat und nicht mit gleichen Emotionen überschüttet wurde, wird sich in dem Buch wiederfinden, auch der, der einfach nicht in der Lage ist, einen Menschen mehr zu lieben als sich selbst und anderen wehzutun, ohne es eigentlich zu wollen. Solche Menschen gibt es – wer es nicht glaubt, hat nie welche getroffen. Ich jedoch kann da aus Erfahrung sprechen. Und habe diesen Roman zur Hilfe genommen, denjenigen Gehör zu schenken, habe absichtlich die Perspektive der Frau gewählt, die nichts über den Mann zu dem sie eine ganz besondere Bindung hat, kommen lassen würde – was auch alle anderen sagen, was auch alle anderen für eine Meinung gebildet haben. Und so weh er ihr auch getan hat.

Das ist Liebe.

Sexuelles Verlangen würde dir über emotionale Wunden nicht derart hinweghelfen, es würde in dir Gleichgültigkeit entstehen lassen… und mehr nicht. Sex ist jedoch für viele ein beliebter Ersatz zu der Liebe, die nicht erwidert wird oder die man selbst nicht austeilen kann. Ist das wirklich immer verwerflich? Wenn auch moralisch nicht einwandfrei vertretbar, so ist es doch ein ganz menschliches Verhalten. Die Suche nach Nähe und Geborgenheit ist schließlich seither ein Grundbedürfnis der Menschheit, genauso aber wohl wie der Gesellschaft mehr Glauben zu schenken, als dem eigenen Herzen.

Für mich als Autorin ist Spiel der Tränen ein Projekt aus Herzblut, das dem Leser die Augen öffnen soll, dass es die Liebe gibt, ob in unserem eigenen Leben oder dem der anderen, in dem Liebe existiert, die eben nicht jedes Klischee bedient, die nicht vor Glück schäumt, sondern eine Liebe, die so intensiv sie auch ist, schlicht unmöglich ist – aber vor allem eines: sie ist es wert erzählt zu werden.